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Um 5: Anleger bekommen kalte Füße – Angst vor EZB lähmt DAX

Was den Deutschen Aktienindex heute lähmt, ist die böse Vorahnung, EZB-Präsident Draghi könnte am Donnerstag etwas sagen, was zu einer Fortsetzung der Euro-Stärke führt. Und das wäre deshalb so gefährlich, weil über 1,1450 US-Dollar schnell viel Luft nach oben entsteht. Und ein Euro in Richtung 1,20 US-Dollar würde die Gewinnfantasien der exportorientierten Unternehmen in Europa schnell zunichte machen. So fiel der DAX heute im Verlauf des Handels unter die Marke von 12.600 Punkten. Vor Donnerstag dürfte das Motto Zurückhaltung bleiben, was eher zu weiteren Kursabschlägen führen dürfte.

Diese Angst vor sich schließenden gelpolitischen Schleusen könnte sich am Ende aber als unbegründet herausstellen. Die heutigen Inflationsdaten haben gezeigt, dass weder die US-Notenbank noch die Europäische Zentralbank unter irgendwelchem Handlungsdruck stehen. Eine zu hohe Teuerungsrate ist keine Gefahr, die man aus diesen Daten ableiten könnte. Vorsorgliche Zinsanhebungen zur Inflationsvermeidung in der Zukunft – das Schreckensgespenst der Börsen – existiert nur in den Köpfen. Damit ist es eher wahrscheinlich, dass der Kater durch das Drosseln der expansiven Geldpolitik bei der EZB ausbleibt.

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Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.at


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